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Hieroglyphen

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Hieroglyphen Artikel

Hieroglyphen Beschreibung
Hieroglyphen Beschreibung
Ägyptische Hieroglyphen an einem Tempel

Als Hieroglyphen (altgr. hieros, "heilig"; glyphe, "(in Stein) Geritztes"; davon altgr. hieroglyphika grammata, "die heiligen Schriftzeichen") bezeichnet man eines der altägyptischen Schriftsysteme.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Das Geheimnis der Maya- Schrift. Ein Code wird entschlüsselt Geschichte einer Entschlüsselung Nun, erst mal war ich von dem Buch etwas enttäuscht - ich hatte noch viel mehr Informationen über die Schrift selbst erwartet. Beim Lesen fand ich es dann allerdings stets besser. Der Autor beschreibt ausführlich die Schritte hin zur Entschlüsselung der Maya-Zeichen, die wichtigsten Akteure und auch die Hindernisse...

Geschichte und Entwicklung

Buch-Tipp: Der Code der Pharaonen an diesem Buch kommt man nicht vorbei Der Code der Pharaonen erzählt die Biografie Jean-François Champollions und einiges über die Napoleonische Geschichte sowie die Funktionsweise altägyptischer Hieroglyphen. Interessiert man sich für ägyptische Hieroglyphen, kommt man an diesem Buch nicht vorbei. Die Autoren verstehen es glänzend, Sachlichkeit...

Gliederung

Die altägyptische Geschichte gliedert sich in folgende Epochen:


Vordynastische Zeit: 4. Jahrtausend v.Chr. - 2920 v.Chr.
Altes Reich: 2920 v.Chr. -2134 v.Chr. 1. - 8. Dynastie
Erste Zwischenzeit: 2134 - 2040 v.Chr 9. - 11. Dyn.
Mittleres Reich: 2040 - 1640 v.Chr 15 - 17. Dyn.
Zweite Zwischenzeit: 1640 - 1550 v.Chr. 15. - 17. Dyn.
Neues Reich: 1550 - 1070 v.Chr. 18. - 20. Dyn.
Dritte Zwischenzeit: 1070 - 712 v.Chr. 21. - 25. Dyn.
Spätzeit: 712 - 332 v.Chr. 25. - 31. Dyn.


Buch-Tipp: Der Ramses-Code. Fieber Wie ein Sog reißt einen das Buch mit sich, stets tiefer in die Welt des wissbegierigen Hochbegabten. Dieser zerbricht in dem Laufe der Geschichte beinahe daran, trotz genialer Wesenszüge, an seine Grenzen zu stoßen. Er wird ein Schatten seiner selbst und der Leser kann regelrecht spüren, was diesen Mann umtreibt. Auf spannende Art wird...

Frühzeit und Entstehung

Die ersten Hieroglyphen wurden in dem Niltal erfunden. Die Hieroglyphenschrift begann in frühgeschichtlicher Zeit als Bilderschrift. Als die frühen Ägypter mit einer Idee konfrontiert wurden, die sich ca. schwer in Bildern ausdrücken ließ, entwickelten sie eine Methode, um das gewünschte Wort buchstabieren zu können. Dieses System erwies sich als bemerkenswert wirksam, auch ohne den Versuch, Vokale zu symbolisieren. Durch die Verbindung von Lautbildern konnte man so eine grobe Form jedes Wortes herstellen. Die ägyptische Schrift ist also eine Mischform aus Bilderschrift und Lautschrift.

Buch-Tipp: Die Geschichte der Schrift Informativ, gut lesbar - auch für Unterrichtszwecke geeignet "Die Geschichte der Schrift" von Robinson ist trotz des hohen fachlichen Niveaus gut lesbar. Zahlreiche Illustrationen ergänzen den Text. Ich habe Textausschnitte in dem Deutschunterricht benutzt (in höheren Klassen) und gute Erfahrungen mit ausgewählten Ausschnitten gemacht. Vor allem...

Verbreitung

Doch mit dem Reichtum der Ägypter kamen auch die Kriege. So wurde Unterägypten um 1650 v. Chr. vom asiatisch-semitischen Stamm der Hyksos (Fürsten der Fremdländer) überfallen und besetzt. Die Hyksos führten Pferd und Wagen in Ägypten ein. Die neuen Herrscher übernahmen die Hieroglyphen-Schrift und entwickelten sie weiter, indem sie neue, eigenständige Elemente mit in die Schrift einbrachten. Als sie knapp 100 Jahre später aus dem wieder erstarkten Ägypten vertrieben wurden, nahmen sie das Wissen um die Schrift mit sich und verbreiteten sie weiter.

Das neu erstarkte Ägypten hingegen unternahm nun stets mehr Feldzüge in die benachbarten Gebiete und brachte sie unter seine Kontrolle. In dem Zuge dessen brachten nun auch die Ägypter selbst ihre Kultur und somit auch ihre Schrift in fremde Gebiete und verbreiteten sie so in weiten Teilen des Mittelmeerraumes. Zu einem der eroberten Gebiete gehörte auch die in dem 3. Jahrtausend v. Chr. entstandene westsemitische Stadt Byblos [gr. „Schreibmaterial“] in dem heutigen Libanon, die in dem phönizischen Herrschaftsgebiet lag und sich schnell zur Handelsmetropole zwischen den einheimischen Stämmen und dem reichen Ägypten entwickelte. Die ägyptischen Beamten nutzten auch hier ihre heimatliche Schrift weiter.

Doch die fremden Einflüsse ließen sich in einer heimatfremden Stadt, die zudem noch ein Zentrum des Handels darstellte, nicht gänzlich ausschalten. Durch diese Tatsache und der Suche nach einer Vereinfachung der hieratischen Schrift der Ägypter wurden die Symbole meist ca. noch verstümmelt eingesetzt. Schließlich machte sie einer neuen Form der Schrift Platz, einer Silbenschrift. Mit dem Wegfall der Hieroglyphen aus dem allgemeinen Gebrauch verfiel auch das Wissen um ihre Entzifferung.

Buch-Tipp: Die Welt der Hieroglyphen Ca. für den ersten Einstieg und als Ergänzung gut geeignet Dieses Buch bietet einen unterhaltsamen Einstiegins Hieroglyphische. Der erste Teil gibt eine kurze Einführung in die Hieroglyphenschrift. In dem Hauptteil werden aus allen Lebensbereichen, gegliedert nach Sachgebieten, zahlreiche Vokabel gebracht, zusätzlich gibt es einige Übungen....

Ptolemäische Zeit

Von 323 bis 30 v.Chr. herrschten die Ptolemäer (makedonische Griechen) über das Land und die offizielle Volkssprache war griechisch. Trotzdem pflegte man es, philosophische und heilige Texte in Tempeln oder Lebenshäusern in ägyptischen Symbolen, genannt Hieroglyphen, aufzuzeichnen. Dabei legte man mehr Wert auf die Schönheit der Hieroglyphen als auf das Richtigschreiben. Die Griechen suchten damit Anerkennung bei dem ägyptischen Volk und vor allem bei den ägyptischen Göttern. Die Ägypter genannten diese auch als "Gottesworte". Als später die Römer Ägypten einnahmen, kamen zahlreiche römische und griechische Einwanderer in das Land. Da die meisten Ägypter Analphabeten waren erlitt die ägyptische Sprache, das Koptische, nochmals einen Niedergang (die Einwanderer nannten die Ägypter "die Kopten"). Hieroglyphen wurden dazu genutzt, alltägliche Dinge festzuhalten, ging es nun um Regularien der Religion oder ca. um profane Dinge wie das Eintreiben von Steuern und die Einlagerung der Abgaben. War es in der Vergangenheit schwierig gewesen, über all diese Dinge zu wachen, so erleichterte die Entwicklung dieser symbolischen Schrift dieses ungemein.

Die Hieroglyphen waren völlig ausreichend, solange die Ägypter hauptsächlich auf Steinen "schrieben". Später, als die Ägypter begannen, auch anderes Schreibmaterial zu benutzen, entwickelten sich zwei neue Schriftformen, die kursive Charaktere hatten.

Buch-Tipp: Einführung in die Hieroglyphenschrift Fürs ernsthafte Erlernen und als Einstieg gut geeignet Allgemeinverständlich geschrieben führt der Autor hiermit in die Welt der Hieroglyphen fach- und sachgerecht ein. Für interessierte Laien ist das Buch eine gute Zusammenstellung und Einführung all dessen was man wissen sollte, um darauf aufbauend gegebenenfalls sein erworbenes Wissen weiter...

Schrift

Buch-Tipp: Heilige Zeichen Ein Muss für Alle auf den Spuren der Hieroglyphen Dieses Buch stellt die gebräuchlichsten 580 ägyptischen Hieroglyphen vor. In der sehr übersichtlichen Liste Gardiner (Gardiner war ein bekannter englischer Ägyptologe), die in dem Buch ebenfalls abgedruckt ist, findet sich ein guter Überblick über alle Zeichen, die es gibt, von welchen der Autor...

Schriftsysteme

Im alten Ägypten wurde das vereinfachte Demotisch und die komplizierte Hieratisch benutzt, die aber in dem Grunde die selben zeichen benutzen.

Buch-Tipp: Hieroglyphen lesen. Grundwortschatz mit Hintergrundwissen Dieses Buch bietet für den Hieroglypheninteressierten - der allerdings die Einkonsonantenzeichen, ebenso wie wichtige Zwei- und Dreikonsonantenzeichen, bereits kennen sollte - eine gute Möglichkeit sich einen Grundwortschatz an häufigen Zeichen und Wörtern anzueignen, die - wie ich aus eigenenr Erfahrung sagen...

Demotisch (Kursivschrift)

Um schnelles Schreiben zu gewährleisten, erfinden die Schreiber neben der aufwändigen Hieroglyphenschrift eine Kursivschrift, die auch Hieratisch, priesterlich, genannt wird. Herodot überliefert, dass sie vorwiegend von Priestern benutzt wird. Sie besteht aus den gleichen Elementen wie die Hieroglyphen. Dadurch, dass sie schnell geschrieben wird, fließen die Zeichen aber öfter ineinander und abstrahieren in dem Laufe der Zeit stets stärker von den ursprünglichen Bildern. Hieratisch wird anders als die Hieroglyphen, von links nach rechts gelesen. Um 650 v. Chr. wird eine noch flüssigere und übersichtlichere Kursivschrift, das Demotisch, auch Volksschrift genannt, entwickelt. Ihre Zeichen hängen zusammen und sie wird zur Gebrauchsschrift in Ägypten. Der Stein von Rosetta ist das Schlüsseldokument, anhand dessen Champollion die Hieroglyphen entziffern kann, denn sein Text ist in drei Schriften abgefasst: in Hieroglyphen, in Demotisch und Griechisch.

Buch-Tipp: Hieroglyphen ohne Geheimnis: Tl 1 Hervorragende Einführung auf VHS-Niveau Diese Einführung ist an sich für jene gedacht, die einfache klassich-ägyptische Texte in dem Original lesen möchten, sie wird aber auch bereits für VHS-Einführungskurse herangezogen. In einführenden Kapiteln werden 150 von ungefähr 700 Hieroglyphen (die für viele kurze Texte ausreichend sind), die Aussprache,...

Hieratische Schrift

Die hieratische Schrift oder die Priesterschrift ist fast ebenso alt wie die Hieroglyphen-Schrift. Sie war eine vereinfachte Abart derselben, die zu dem schnelleren Schreiben mit dem Pinsel auf Holz oder einer Rohrfeder auf Papyrus geeignet war. Außer für religiöse Zwecke wurde sie auch für weltliche Angelegenheiten genutzt. Die zweite Schriftart, die "demotische" oder volkstümliche Schrift, war eine Weiterentwicklung der hieratischen. Sie wurde verhältnismäßig spät, etwa in dem 7. Jahrhundert v. Chr. entwickelt und hauptsächlich für Briefe, Berichte und Urkunden religiöser Art benutzt. Wie die hieratische Schrift wurde sie hauptsächlich auf Papyrus geschrieben.

Buch-Tipp: Hieroglyphen. Entziffern, lesen, verstehen Allen Hieroglyphen-Begeisterten wärmstens zu empfehlen!! Kapitel für Kapitel wird man hier an die Sprache der alten Ägypter herangeführt. Mit vielen Originaltexten gespickt, erforscht man langsam ein Sprachverständnis, das sich von unserem doch sehr unterscheidet. Doch das ist gerade das spannende daran. Der Inhalt wird nie trocken oder zu...

Koptische Schrift

Koptisch war die gesprochene Volkssprache der Ägypter (den Kopten) und erhielt ab dem 3. Jhd. n. Chr. wieder an Bedeutung. Auch für die Überseztung der Hieroglyphen war es bedeutend.

Buch-Tipp: Hieroglyphen. Schreiben und Lesen wie die Pharaonen Mein Senf dazu! Welcher Ägypteninteressierte möchte nicht auch die heiligen Kerben der Pharaonen, die man besser al Hieroglyphen kennt, wie eine Tageszeitung von heute lesen, um einen besseren Einblick in die Welt der alten Ägypter zu bekommen? Die Ägyptologin Gabriele Wenzel ermöglicht es mit ihrem vorliegenden Buch auch Laien, sich schnell einen...

Schriftrichtung

Die Schriftrichtung können von rechts nach links und links nach rechts oder von oben nach unten angeordnet werden und unterliegen ästhetischen Regeln. Die Schriftrichtung ist doch sehr leicht festzustellen, da die Zeichen den Leser stets entgegenblicken. Am deutlichsten sieht man es bei der Darstellung von Tierformen. Hieroglyphische Inschriften wurden sowohl waagerecht als auch senkrecht geschrieben, üblicherweise von rechts nach links. Die Schreibrichtung eines Textes lässt sich an Hand der Zeichen erkennen, die meistens dem Anfang zugewandt sind. Die Texte setzen sich aus Substantiven, Verben und anderen Wortarten zusammen, die nach strengen Wortstellungsregeln angeordnet sind. Leerzeichen gab es nicht. Man erkennt das ende eines Wortes häufig an dem darauffolgendem Deutzeichen.

Die Ägypter versuchten darüber hinaus stets in optisch schönen Quadraten zu schreiben. Beispiel:

Das Wort 'Ptolemeus ' : <hiero>p:t-wA-l:M-i-i-s</hiero>

In modernen Buchstaben:

P
T
O L
M
E E S

Zeichenarten

Die ägyptischen Hieroglypheninschriften bestehen aus Ideogrammen und Phonogrammen sowie zusätzlichen Determinativen. Beide Schriften (Demotisch und Hieratisch) lassen sich somit in Zeichenarten gliedern:

Phonogramme (Ein-, Zwei-, Drei- oder Mehrkonsunantenzeichen z.B. "R, A, mn, dsch)

Phonogramme (Lautzeichen) werden ausschließlich wegen ihres Lautwertes benutzt und haben keinen Bezug zum Wort, das sie darstellen. Grundsätzlich gab es wie in dem modernen Arabisch keine besonderen Zeichen für Vokale. Dagegen gab es Zeichen für Konsonanten (Einlautzeichen) , auch Zeichen für Silben wie für "wu" oder "wun" oder "neb" (Zwei- oder Mehrlautzeichen). Da die Vokale weggelassen wurden, standen in einem Hieroglyphenwort meist ca. Konsonanten. Sie hatten auch Zeichen für zwei nebeneinander stehende Konsonanten, egal ob nun ein Vokal oder nicht dazwischen auszusprechen war; z.B: mama-mm

Einlautzeichen - "Alphabet"

Häufig findet man moderne Vornamen in Hieroglyphen geschrieben. Dazu benötigt man natürlich ein Alphabet mit etwa 25 Hieroglyphen. Aber niemand weiß genau, wie die Hieroglyphen auszusprechen waren. Da selbst Ägypter nicht stets die gleichen Hieroglyphen benutzten, verbreiteten sich viele verschiedene Schreibweisen in Vereinigte Staaten Amerika, Europa und der ganzen Welt.


A B C D E F G H I J K L <hiero>G1</hiero> <hiero>D68</hiero> <hiero>V31</hiero> <hiero>D46</hiero> <hiero>M17</hiero> <hiero>I19</hiero> <hiero>W11</hiero> N O P Q R S T U V W X Y Z Ch(wie Ich) Ch(wie Bach)


Mehrlautzeichen

Die Kleinen "e" sind die nach internationaler Konvention hinzugefügten Laute, um die Aussprache zu erleichtern.

HeR <hiero>D2</hiero> TeP <hiero>D1</hiero> IR <hiero>D4</hiero> KA <hiero>D28</hiero>

Semogramme, Logogramme, Ideogramme (Nennung eines Lautwerts (Wortes) z.B: "Himmel, Haus")

Ideogramme (Begriffszeichen) stellen ein spezifisches Objekt oder etwas nahe Verwandtes dar. So könnte das Zeichen „Sonne“ z. B. Sonne oder Tag bedeuten. Sie stehen für ganze Worte, wie z.B. für "Kind" oder "Tier". Die ägyptischen Götter hatten auch noch spezielle Zeichen. Manche Wörter kamen so haufig vor, dass man für diese Wörter ein einziges Zeichen benutzten und das stets wieder benutzten.

Haus (PR) <hiero>O1:Z1</hiero> Sonne, Gott Re (RA) <hiero>N5:Z1</hiero>

Determinative (Deutzeichen, Kennzeichen sprachlicher Einheiten z.B: "aus Holz, weiblich, etwas himmlisches").

Wenn man z. B. ein Junge ist, muss man einen Jungen hinter dem Wort "Ich" malen und ein Mädchen muss dann natürlich hinter dem "Ich" ein Mädchen malen. Wörter die sich auf den König oder die Götter bezogen, wurden meist durch eine Schleife um das Wort hervorgehoben (Kartusche).

Das Bild eines Objektes kann nicht ca. für das Wort selbst stehen, sondern auch für ein Wort gleicher Lautung aber unterschiedlicher Bedeutung (so hat der Grundriss eines Hauses z. B. die Bedeutung „Haus“, in Verbindung laufender Beine bedeutet es jedoch „ausgehen“. Dieses Prinzip machte es möglich, Eigennamen, abstrakte Vorstellungen und grammatische Elemente zu schreiben. Am Ende eines Wortes stand meist eine Determinativa, die anzeigte, welcher Kategorie dieses Wort angehörte (z. B. zeigte die „Papyrusrolle“ eine abstrakte Bedeutung für das Wort an).

Sachen die etwas zu tun haben mit: Frau <hiero>B1</hiero> Kind <hiero>A17</hiero> Mann <hiero>A1</hiero> König <hiero>A42</hiero> Kopf <hiero>A2</hiero> (essen, gucken ...) Kraft <hiero>D40</hiero> Bewegung <hiero>D54</hiero> Holz <hiero>M3</hiero>

Zeichen für Zahlen

Das Zahlensystem ist relativ einfach vom heutigen Standpunkt. DIe Ägypter benutzen wie wir das Zehnersystem. Für Einer, Zehner, Hunderter, usw. gab es stets ein bestimmtes Zeichen. So musste man ca. die jeweiligen Zeichen zählen und zusammen rechnen.


1 <hiero>Z1</hiero>
2 <hiero>Z1-Z1</hiero>
3 <hiero>Z1-Z1-Z1</hiero>
10 <hiero>V20</hiero>
20 <hiero>V20-V20</hiero>
30 <hiero>V20-V20-V20</hiero>
100 <hiero>Z7</hiero>
1 Tausend <hiero>M12</hiero>
10 Tausend <hiero>D50</hiero>
100 Tausend <hiero>I8</hiero>
1. Tausend Tausend <hiero>A28</hiero>


Übersetzung

Die Entzifferung der Hieroglyphen gelang 1822 Jean-François Champollion, nach dem sie 1500 Jahre unentdeckt blieb, mit Hilfe des Steins von Rosetta. Bis heute sind rund 6 Tausend Symbole bekannt. Der Stein von Rosetta wurde während Columbus' Ägyptenexpedition bei Schanzarbeiten (Bauen einer Militärschanze) nahe der Stadt Rosetta gefunden.

Da diese über zwei Jahrtausende eine tote Sprache war und keine Vokale vorhanden waren hatte man Schwierigkeiten beim Übersetzen. So kommen die recht verschiedenen Schreibweisen des gleichen Namens zustande wie zu dem Beispiel: Nofretete in dem deutschen und Nefertiti in dem Englischen.Die altägyptische Sprache, die in Hieroglyphen geschrieben wurde, immerhin in offiziellen, religiösen Texte, spricht keiner mehr. Und so weiß man auch leider nicht mehr wie die Hierolgyphesprache auszusprechen ist. Eine Ausnahme bilden die Kopten, die ungefähr 8 Millionen ägptisch orthodoxen Christen, die diese religiösen Texte stets noch in dieser Schrift schreiben und sprechen. das ist fast so wie mit Latein. Es gibt noch die Texte, aber es gibt keine Römer mehr. Und sogar spricht man heutezutage in Ägypten nicht mehr altägytisch, sondern Arabisch.

Die Alten Ägypter vermieden strikt neue Wörter, die sich aus mehreren zusammensetzten. So war die "Schule" das "das Haus von Unterricht". Das waren jedoch sehr lange Hieroglyphengruppen. Es gibt tausende von Hieroglyphen, aber man sollte nie glauben, dass die Schreiber früher diese alle gekannt haben. Wie in dem Japanischen ist ca. ein Grundwortschatz notwendig, und seltene zeichen lassen sich auch durch Lautschrift ersetzen.

Literatur

Die Literatur dieser Zeit beschäftigte sich vor allem mit folgenden Bereichen:

  • der wissenschaftlichen Literatur, sie umfasste vor allem die Medizin, Astronomie und die Mathematik;
  • der schönen Literatur mit einer Fülle von Erzählungen und Märchen.

Doch die Fähigkeit zu dem Schreiben besaß nicht jeder in dem Lande. So gab es hohe Stellen an Königshäusern als Schreiber. Die Grundfarben des Schreibers waren Schwarz und Rot. Hieroglyphen werden von den Ägyptern selbst als ein Geschenk der Götter und insofern als heilig betrachtet. Vermutlich daher rührt auch ihr Name, griechisch hieros, heilig, und glyphein, einmeißeln. In dem selben Sinn werden Götter überall auf Grab- und Tempelwänden mit den heiligen Zeichen verehrt und verewigt. Die eigene Geschichte wird aufgezeichnet, Königslisten, Hochzeiten und Schlachten werden niedergeschrieben, Verkaufs- und Eheverträge erstellt, und eine Fülle an literarischen Werken angefertigt. Das bekannteste Literaturdenkmal ist das Totenbuch der 19. Dynastie, aus dem 13. Jahrhundert v. Chr.. Gleichfalls entstehen geographische und naturwissenschaftliche Dokumente, Schriften über Pharmazie, Medizin, Weissagekunst, Magie, Küche, Astronomie und Zeitmessung. Bereits in dem 3. Jahrtausend v. Chr. wird statt des Mondkalenders der Sonnenkalender mit 365 1/4 Tagen pro Jahr eingeführt. Die Schreiber bilden zunehmend eine privilegierte Kaste. Sie kontrollieren die Steuereinnahmen und die Ausbildung, die durch die Vielfalt der Zeichen sehr schwierig ist. Ca. die begabtesten Schüler studieren bisins Erwachsenenalter hinein. Diktate und Abschreibübungen sind an der Tagesordnung. Faule Schüler werden durch Züchtigungen und sogar Gefängnisstrafen diszipliniert.

Schriftmedien

Die Ägypter verwandten als Schriftmedien Stein, Ton, aber auch Rollen aus Papyrus, Leder und Leinen, die sie kunstvoll mit kolorierten Bildern versehen. Die Werkzeuge des Schreibers sind

  • ein meist hölzernes Etui mit mehreren Schreibrohren, die am Ende entweder flachgehämmert oder schräg geschnitten sind,
  • eine Platte als Unterlage und zu dem Glätten des Papyrus,
  • ein Fässchen mit schwarzer Tinte (aus Rußpulver und Wasser, als Bindemittel wird Gummiarabicum benutzt),
  • und roter Tinte für Titel, Überschriften und Kapitelanfänge, sowie für Götternamen (aus Zinnoberpulver, einer Quecksilber-Schwefel-Verbindung oder aus Bleioxid)
  • und ein Messer zu dem Schneiden des Papyrus.

Der längste erhaltene Papyrus misst 40 Meter. Leder wird vorwiegend für Texte von großer Bedeutung benutzt.

Siehe auch

Weblinks

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